Zum Inhalt springen
Eine Dornier von Sita Air auf dem Vorfeld des Tenzing-Hillary-Flughafens in Lukla

Kathmandu nach Lukla

Ein 30-Minuten-Flug auf eine der berühmtesten Pisten der Welt — wenn das Wetter mitspielt.

Fast jeder Everest-Base-Camp-Trek beginnt in Lukla (2.860 m), einem Dorf mit einer kurzen, steilen Landebahn — dem Tenzing-Hillary-Flughafen — hoch am Hang über dem Dudh Koshi. Bis Lukla führt keine durchgehende Straße: Entweder du fliegst, oder du rechnest mehrere Tage Jeep und Fußweg ein.

Hier die realistischen Optionen im Vergleich.

Die Optionen auf einen Blick

WieDauerGrobe KostenIdeal für
Flug ab Kathmandu (TIA)≈ 30–40 Min.oft 200–250 US$ pro StreckeNebensaison; schnellster Start
Fahrt nach Ramechhap + Flug4–5 Std. Fahrt + ≈ 20 Min.Flug ähnlich + TransferHochsaison (die meisten Flüge)
Helikopter (geteilt oder Charter)≈ 45–60 Min.ab einigen Hundert US$ pro PlatzWetterstau, enge Zeitpläne
Jeep über Salleri + zu Fuß1–3 Tagegünstig, aber langsamBudget, Flugscheue
Klassischer Anmarsch ab Jiri/Shivalaya5–7 Tage extragünstigWer Zeit hat; bessere Akklimatisierung

1. Der Flug von Kathmandu nach Lukla

Kleine zweimotorige Maschinen (Dornier 228 und Twin Otter) inländischer Airlines wie Tara Air, Summit Air und Sita Air fliegen frühmorgens nach Lukla, wenn die Luft am ruhigsten ist. Der Flug dauert rund 30–40 Minuten, und die Landung — bergauf auf eine etwa 530 m kurze Piste, die an einer Felswand endet — ist für sich schon berühmt. Beim Hinflug links sitzen, dann siehst du die Berge.

Die Tarife für Ausländer liegen meist bei etwa 200–250 US$ pro Strecke und ändern sich regelmäßig; die meisten geführten Treks ab Kathmandu enthalten sie. Treks mit Flügen vergleichen.

2. Die Verlegung nach Ramechhap (Manthali)

Um den Kathmanduer Flughafen Tribhuvan zu entlasten, verlegt Nepal in der vollen Frühjahrs- und Herbstsaison die meisten Lukla-Flüge zum Flughafen Manthali in Ramechhap. Das bedeutet rund 130 km Fahrt — meist 4–5 Stunden, oft mit Abfahrt in Kathmandu um 1–3 Uhr nachts, um die ersten Flüge zu erreichen. Der Flug von Manthali nach Lukla dauert nur etwa 20 Minuten.

Prüfe, von welchem Flughafen du fliegst. Airlines und Agenturen bestätigen den Abflugort oft erst wenige Wochen vorher. Ist es Ramechhap, buche den Transfer vorab (ein geteilter Transfer ist günstig), geh früh schlafen oder übernachte in Manthali, um die Fahrt mitten in der Nacht zu vermeiden.

3. Wetterverspätungen — und warum du Puffertage brauchst

Lukla-Flüge finden nur bei Sichtflugbedingungen statt. Wolken in Lukla, Kathmandu oder unterwegs lassen sie ausfallen, und über mehrere Tage kann sich ein Rückstau bilden — besonders in den Übergangsmonaten und im Monsun. Plane am Ende der Reise mindestens einen, besser zwei Reservetage vor dem internationalen Rückflug ein. Sitzt du fest, ist ein geteilter Helikopterplatz ab Lukla der übliche (teure) Ausweg.

4. Gepäcklimits

Rechne mit insgesamt etwa 15 kg (üblich sind 10 kg Aufgabegepäck plus 5 kg Handgepäck). Übergepäck kostet pro Kilo und fliegt nicht garantiert mit derselben Maschine. Pack leicht, lass Stadtkleidung im Hotel in Kathmandu (die meisten lagern kostenlos) und den Rest trägt die Tasche deines Trägers.

5. Helikopter

Geteilte Helikopterplätze zwischen Kathmandu (oder Ramechhap) und Lukla werden vielfach angeboten, vor allem wenn schlechtes Wetter die Flugzeuge am Boden hält. Sie fliegen auch bei tieferer Wolkendecke und kosten ein Mehrfaches des Flugtickets. Viele nutzen sie nur auf dem Rückweg, um einen internationalen Anschluss zu sichern.

6. Auf der Straße: Jeeps über Salleri und der alte Anmarsch

Wer nicht fliegen will, nimmt einen Sammeljeep von Kathmandu nach Salleri/Phaplu im Solukhumbu (ein langer, holpriger Tag von etwa 8–11 Stunden). Von dort führen inzwischen raue Pisten weiter Richtung Lukla, die letzten ein, zwei Tage gehst du zu Fuß bis zum Hauptweg. Langsam und unbequem, aber günstig und unabhängig von Flugausfällen — und die zusätzlichen Tage in mittlerer Höhe helfen bei der Akklimatisierung.

Puristen folgen noch dem Anmarsch von Hillary und Tenzing 1953 ab Jiri oder Shivalaya: fünf bis sieben Tage mehr auf wunderschönen, wenig begangenen Wegen durch die Vorberge.

Aus anderen Richtungen

  • Ankunft in Nepal: Der internationale Flughafen Tribhuvan (KTM) in Kathmandu ist das Tor; für die meisten Nationalitäten gibt es ein Visum bei Ankunft.
  • Von Pokhara: erst per Flug oder Bus zurück nach Kathmandu — direkte Lukla-Flüge gibt es nicht.
  • Aus Tibet: Die Nordseite des Everest ist eine völlig eigene Reise ab Lhasa; siehe unseren Guide zum North Base Camp.
Live-Verfügbarkeit

Everest-Treks & Touren buchen

Aktuelle Preise und Verfügbarkeit direkt von GetYourGuide.

Powered by GetYourGuide
Plane dein Everest-Abenteuer

Am Fuß des höchsten Bergs der Erde

Zwölf Tage zu Fuß durch Sherpa-Dörfer und Klöster – oder ein Vormittag im Helikopter. Vergleiche Treks mit lizenziertem Guide, Rundflüge und Heli-Touren und buche in wenigen Klicks.

Gut zu wissen

Anreise nach Lukla: häufige Fragen

Wie lange dauert der Flug von Kathmandu nach Lukla?

Etwa 30–40 Minuten ab Kathmandu oder rund 20 Minuten ab dem Flughafen Manthali (Ramechhap), über den in der Hochsaison die meisten Lukla-Flüge laufen.

Warum starten Lukla-Flüge in Ramechhap?

Um den internationalen Flughafen Kathmandu im Frühjahr und Herbst zu entlasten. Das bedeutet 4–5 Stunden Fahrt, meist nachts oder vor Tagesanbruch — plane und buche den Transfer im Voraus.

Ist der Lukla-Flug gefährlich?

Lukla ist ein anspruchsvoller Flughafen, und es gab Unfälle — deshalb wird nur bei guter Sicht geflogen und bereitwillig gestrichen. Mit etablierten Airlines am Morgen fliegen und Verspätungen gelassen hinnehmen ist der vernünftige Weg.

Wie viele Puffertage sollte ich einplanen?

Mindestens einen, idealerweise zwei Tage zwischen der geplanten Rückkehr nach Kathmandu und dem internationalen Flug. Im Monsun oder in den Übergangsmonaten ist ein dritter Tag klug.

Komme ich auch ohne Flug nach Lukla?

Ja. Mit dem Sammeljeep nach Salleri oder Phaplu und weiter per Piste und zu Fuß Richtung Lukla, oder zu Fuß ab Jiri bzw. Shivalaya. Beides kostet Tage, umgeht aber Flugausfälle.